Meinungsbeitrag: „Verändern, um zu schützen, was uns lieb und wertvoll ist“

Drei Wochen vor der Bundestagswahl beginnen viele Wählerinnen und Wähler, sich sehr konkret mit der anstehenden Wahlentscheidung auseinanderzusetzen. Hierzu schreibt Jan-Niclas Gesenhues in einem Meinungsbeitrag:

Auf „Nummer sicher“ ins Risiko? Zum Dilemma einer trügerischen Sicherheit.

Drei Wochen vor der Bundestagswahl wird es konkret. Stimmungen werden zu Stimmen. In dieser Situation wird bei Manchen auch das Fragen und Zweifeln stärker. Will ich wirklich den oder die als Kanzler oder Kanzlerin? Eigentlich müsste man ja…aber was heißt das eigentlich für mich persönlich? Wähle ich diesmal mutig oder doch lieber Nummer sicher? Und bevor man das alles dann so wirklich zuende denken muss, sagt sich der eine oder die andere: Ach komm, läuft doch irgendwie. Dann doch einfach so wählen, dass alles mehr oder weniger bleibt wie es ist? Ist doch immer noch irgendwie gut gegangen. „Die kümmern sich schon…“. Die Nummer sicher?

Blöd nur, dass diese „Nummer sicher“ eine ziemlich unsichere ist. Denn wenn wir diese vermeintliche Sicherheit wählen, werden wir genau die Sicherheit, die wir wollen, auf Dauer verlieren. Und unsere Freiheit noch dazu. Denn wie auch das Bundesverfassungsgericht zum Klimaschutz festgestellt hat: Nur wenn wir jetzt umsteuern, sichern wir die Chance auf freies und sicheres Leben.

Die Wahl der vermeintlichen Sicherheit in Form einer Politik, die nichts ändert, wird daher fast alles verändern und zwar zum Schlechten. Das haben zumindest rhetorisch mittlerweile sogar die Vertreter des politischen Weiter-so verstanden. Aber Reden bedingt noch kein Handeln, auch wenn es manchmal zu verlockend oder auch beruhigend sein kann, das glauben zu wollen. Aber wer sich Klimaschutz auf die Fahnen schreibt, ein Vorziehen des Kohleausstiegs jedoch bekämpft, wer immer alle progressiven Vorschläge ablehnt, aber selbst keine Antworten gibt, der macht sich nicht nur unglaubwürdig, sondern – schlimmer noch – versucht offenbar Wählerinnen und Wähler zu täuschen. Eine Stimme für eine solche widersprüchliche Politik ist keine Entscheidung für Verlässlichkeit, sondern für das Risiko.

Wir entscheiden. Zur Wahl stehen zwei Wege. Eine trügerische Bequemlichkeit und eine aktive Politik, die verändern will. Verändern, um das zu schützen, was uns lieb und wertvoll ist: Eine freiheitliche Gesellschaft in einer gesunden Umwelt.

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