Gemeinsam mit Claudia Roth, Ulle Schaws, Filiz Polat, Boris Mijatovic und Schahina Gambir habe ich einen Brief an den Botschafter Mosambiks geschrieben. Unser Ziel: Wir wollen die zerstörerische Gasförderung im Indischen Ozean verhindern.
Worum geht’s?
Meeresschildkröten gehören zu den ältesten Tierarten unserer Ozeane. Doch sie geraten immer stärker unter Druck. Vor der Küste Mosambiks, einem wichtigen Lebensraum für bedrohte Arten wie die Lederschildkröte, ist eine großangelegte Gasförderung geplant. Lärm und chemische Verschmutzung können Schildkröten, Meeressäuger und viele weitere Arten massiv beeinträchtigen.
Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven – und damit auch wichtige Fischgründe – sind in Gefahr. Das betrifft nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen vor Ort. Viele Küsten- und Fischergemeinden leben direkt von diesen Ökosystemen und sind von ihnen abhängig.
Mosambik ist ein besonderes Land für mich. Ich habe dort gearbeitet, rund eineinhalb Jahre dort gelebt und bin dem Land und seinen Menschen bis heute tief verbunden. Deshalb habe ich gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Bundestag einen Brief an den Botschafter geschrieben.
Wir machen darin deutlich, wie groß unsere Sorgen rund um die geplante Gasförderung im Rovuma-Becken vor Cabo Delgado sind. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen: Auf die Zusagen des Öl- und Gaskonzerns TotalEnergies, die Gasförderung umweltverträglich zu gestalten, ist leider kein Verlass. Der Schutz von Natur, Lebensgrundlagen und Sicherheit in der Region muss Vorrang haben.