Berichten zufolge regt sich innerhalb der Union Widerstand gegen die Zusage des Bundeskanzlers, dem neuen Regenwaldfonds Tropical Forest Forever Facility (TFFF) eine Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen. Dazu erklären der umweltpolitische Sprecher Jan-Niclas Gesenhues und die entwicklungspolitische Sprecherin Claudia Roth der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag:
„Schon die Ankündigung des deutschen Beitrags zum Regenwaldfonds TFFF während der Klimakonferenz in Brasilien entwickelte sich zur peinlichen Hängepartie. Wir fordern nun ein Machtwort des Kanzlers: Die Zusage muss stehen. Statt einer Streichung des deutschen Beitrags ist eine Verdopplung der deutschen Milliarde zum Regenwaldfonds TFFF geboten.
Regenwaldschutz ist kein Luxusprojekt, sondern sichert unser aller Lebensgrundlagen. Der Amazonas-Regenwald droht einen unumkehrbaren Kipppunkt zu erreichen, mit fatalen Auswirkungen für die ganze Welt. Die aktuellen Angriffe aus der CDU auf den deutschen Beitrag zum TFFF zeugen von völligem Realitätsverlust in der Union – ganz so, als hätten die globalen Auswirkungen der Regenwaldabholzung mit Deutschland nichts zu tun. Wo ist die Verantwortung für die ‚Schöpfung‘ und unsere Umwelt bei der CDU geblieben?
Wer jetzt aus den eigenen Reihen an der Zusage des Kanzlers sägt, stellt Deutschlands Glaubwürdigkeit in der Welt aufs Spiel. Die Union treibt den Rückzug Deutschlands aus der internationalen Umweltpolitik immer weiter voran. Es wäre einfach dumm, ausgerechnet Länder wie Brasilien, Kongo oder Indonesien jetzt so vor den Kopf zu stoßen.“